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2:2 im zweiten Test

Mittwoch 10.01.2018

2:2 im zweiten Test

Eintracht spielt Unentschieden gegen Shanghai Shenhua

Am achten Tag des Trainingslagers in Benahavis stand um 15.30 Uhr das zweite Testspiel des Jahres auf dem Plan der Löwen. Die Partie gegen den chinesischen Erstligisten Shanghai Shenhua endete nach zweimal 60 gespielten Minuten 2:2-Unentschieden. Für die Blau-Gelben trafen Suleiman Abdullahi (14.) und Steve Breitkreuz (114.).

Als der Eintracht-Tross sich nach dem Mittagessen auf den Weg ins Stadion nach Coin machte, waren auch zwei neue Gesichter mit an Bord. Da Julius Biada und Christoffer Nyman für weiterführende Untersuchungen nach Deutschland abreisen mussten, erhielt Torsten Lieberknecht kurzerhand Unterstützung von den beiden U23-Spielern Nils Stettin und Maik Lukowicz. Die Nachwuchslöwen weilten seit Montag ebenfalls im Trainingslager auf spanischem Boden und wurden für die letzten Tage in Benahavis eingeflogen. Auch Ken Reichel und Hendrick Zuck fand man nun wieder auf dem Aufstellungsbogen. Aufgrund grippaler Infekte verpassten sie den ersten Test gegen Nijmegen noch. 

Bei bestem Wetter und angenehmen Temperaturen erwischte Shanghai eindeutig den besseren Start. Bereits in der zweiten Spielminute nutzen die Chinesen einen individuellen Fehler auf Seiten der Blau-Gelben und trafen durch Zhu Jian Rong. Wer sich nun an den Auftakt gegen die Holländer ein paar Tage zuvor erinnerte, sollte Recht behalten. Nur kurze Zeit später rächte sich ein Abstimmungsproblem bei den Löwen. Erneut war es Zhu Jian Rong der von der linken Seite bedient wurde und direkt verwandelte (8.). 

Abdullahi erzielt das erste Löwen-Tor

Nachlässigkeiten wurden unmittelbar bestraft und Eintrachts Chef-Coach fühlte sich wie im "falschen Film". Doch dieses Mal sollte der Spielverlauf glücklicherweise ein anderer sein. In der 14. Minute gelang den Blau-Gelben der Anschlusstreffer. Nachdem Özkan Yildirim im Strafraum abzog und zunächst nur den Pfosten traf, konnte Suleiman Abdullahi per Kopf verwerten. Ein weiterer schöner Angriff über Salim Khelifi (29.) und ein Distanzschuss von Kapitän Reichel (48.) verfehlten ihr Ziel nur knapp. Die Löwen hatten sich mittlerweile besser auf den Gegner eingestellt. Bereits nach 55 Minuten endete ein intensiver und temporeicher erster Durchgang, in dem sich die Chinesen sehr organisiert zeigten. Der spanische Schiedsrichter hatte die nach 30 Minuten eingelegte Pause nicht von der Zeit abgezogen und pfiff zu früh ab.

Zur zweiten Stunde auf dem Platz wechselte Lieberknecht nahezu komplett durch, einzig Khelifi erhielt noch ein wenig zusätzliche Einsatzzeit. Mit mehr Ruhe am Ball zeigten die Blau-Gelben nun eine bessere Leistung und dominierten das Geschehen. Doch der ersehnte Ausgleichstreffer wollte lange nicht fallen. In Minute 71 setzte sich Flügelflitzer Khelifi über links durch und Patrick Schönfelds Direktabnahme landete nur knapp neben dem Tor. Auch Onel Hernandez hatte nach einem Fehlpass des Gegners das 2:2 auf dem Fuß, als er alleine vor dem chinesischen Keeper auftauchte. Aber der Schlussmann aus Shanghai bekam sein Bein noch dazwischen (77.). In der Folge marschierte Schönfeld mit viel Tempo nach vorn und suchte Teamkollege Zuck, doch erneut war der Torhüter einen Moment eher am Ball (92.)

In der 114. Spielminute war es dann endlich so weit. Steve Breitkreuz drückte das Leder im Gewusel nach einer Ecke über die Linie. Ausgleich! Es gab sogar noch Chancen, die Partie zu drehen, aber letztendlich blieb es beim Unentschieden im Testspiel gegen den Erstligisten aus Asien.

Die Stimmen zur Partie


Ken Reichel

Es war ein guter Test. Dass wir am Anfang die zwei Fehler machen, ist ärgerlich. Das darf uns in der Liga nicht passieren. Dann haben wir den Ball aber gut laufen lassen und verdient das 2:2 gemacht. Die zweimal 60 Minuten waren gut. In der Vorbereitung ist es wichtig, Spielpraxis zu sammeln. Es war ein intensives Trainingslager mit sehr anstrengenden Einheiten. Wir müssen uns dann die nötige Frische in Braunschweig holen und wollen mit zwei positiven Ergebnissen ins neue Jahr starten.

Torsten Lieberknecht

Es war eine ähnliche Situation wie gegen Nijmegen. In der Anfangsphase dachte ich kurz, ich bin im falschen Film. Aber dann haben wir die richtige Reaktion und Moral gesehen. Wir müssen die individuellen Fehler abstellen. Das 2:2 geht in Ordnung, aber die Möglichkeiten zum Siegtreffer waren da. Insgesamt sind alle bereit mitzuziehen und sich als Mannschaft zu präsentieren.

Fotos: Imagemoove


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