Wir sind Eintracht.

Damals vor 50 Jahren

Donnerstag 13.07.2017

Damals vor 50 Jahren

Bericht über die Nordamerika-Reise

Nachdem der sensationelle Gewinn der Meisterschaft gebührend gefeiert wurde, folgte ein weiteres Highlight für die Löwen. Bei einer Tour durch Nordamerika absolvierten die Blau-Gelben in den USA und Kanada insgesamt sieben Duelle und vertraten die Eintracht am anderen Ende der Welt.

Nur wenige Tage nach der Meisterfeier am 3. Juni 1967 im Stadion nach dem 4:1 Sieg über den 1. FC Nürnberg, dem Autokorso zum Altstadtmarkt sowie den Feierlichkeiten im Altstadtrathaus und in der Stadthalle, startete der Eintracht-Tross am 8. Juni 1967 zu einer gut dreiwöchigen Nordamerikareise. Das Archiv-Foto zeigt die Reisegruppe beim Start am Flughafen in Hannover. Im Vordergrund (mit Kamera) ist Torwart Hennes Jäcker zu erkennen, links hinter ihm Co-Trainer Heinz Patzig und rechts Jürgen Moll mit Vereinspräsident Ernst Fricke.

Sieben Spiele in den USA und in Kanada standen auf dem Programm der Meister-Löwen, die drei Garnituren Spielkleidung, 1000 Vereinsnadeln, 50 Wimpel und zahlreiche Exemplare der kurz zuvor über den neuen Deutschen Meister erschienenen Bücher im Gepäck hatten. Erste Station der Reise für die – wie die Braunschweiger Zeitung berichtete – "in adrette graue Maßanzüge gekleideten Spieler und Betreuer" war Boston.

Allein vier Begegnungen trugen die Blau-Gelben gegen die polnische Mannschaft von ASK Lodz aus. Dieses Kräftemessen ging unentschieden aus, denn jedes Team gewann eine Partie, zudem gab es zwei Remis. Aber auch auf Chelsea London (3:1) trafen die Blau-Gelben in den Staaten. Insgesamt errang die Mannschaft in ihren sieben Spielen auf dieser Tournee vier Siege und zwei Unentschieden bei nur einer Niederlage. Das Torverhältnis lautete am Ende 29:11, Eintracht hatte den deutschen Fußball in den Staaten und in Kanada also gut vertreten. "Die Spieler werden sich bestimmt an dieses Ereignis gern erinnern", zog Trainer Helmuth Johannsen nach der Landung am 4. Juli 1967 auf dem Flughafen von Hamburg sein persönliches Fazit dieser dreieinhalb Wochen.