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Last-Minute-Sieg für U23

Montag 09.10.2017

Last-Minute-Sieg für U23

Löwen schlagen VfV Hildesheim mit 2:1

Eintracht Braunschweig U23 - VfV Borussia 06 Hildesheim  2:1 (1:1)

Die U23 von Trainer Henning Bürger schlägt den VfV Hildesheim mit 2:1. Beide Treffer für die Löwen erzielte Ahmet Canbaz.

Gegen den Tabellenvorletzten aus Hildesheim übernahmen die Hausherren von der ersten Minute an die Initiative. Die Gäste konzentrierten sich vor allem auf die Defensive und überließen den Blau-Gelben den Ball. Profi-Leihgabe Patrick Schönfeld hatte nach fünf Minuten die Führung auf dem Fuß, nachdem ihn der heutige Kapitän Maik Lukowicz mit einem Rückpass von der Grundlinie in Szene setzte (5.). Hildesheim wurde vor allem bei Eckbällen gefährlich, die sie dicht vors Tor traten. Zunächst konnten die Gastgeber einen solchen Standard entschärfen (18.), beim zweiten war Ante Blazevic allerdings am gedankenschnellsten und bugsierte das Leder aus dem Gewühl über die Linie (22.). Jetzt machte der VfV hinten erst recht dicht und verteidigte die Angriffe der Löwen kompakt und aggressiv. Der bereits mit Gelb verwarnte Yusuf Kilic war jedoch zu übereifrig, hielt Milislav Popovic am Trikot fest und sah folgerichtig die Ampelkarte (35.). Zudem gab es Freistoß für die U23, den Ahmet Canbaz ausführte. Dessen strammer Schuss wurde abgefälscht, so dass Schlussmann Nils Zimbel keine Chance mehr hatte und der Ball zum verdienten Ausgleich in den Maschen zappelte (36.). Kurz vorm Pausenpfiff steckte Schönfeld nochmals auf Popovic durch, doch in allerletzter Not klärte ein Hildesheimer Abwehrbein (42.).

Partie in der Nachspielzeit gedreht

Direkt nach Wiederanpfiff machten die Löwen Dampf. Ayodele Adetula zog ansatzlos aus spitzem Winkel ab und verfehlte denkbar knapp (48.). Kurz darauf klärten die Hildesheimer eine Hereingäbe von Adetula um ein Haar ins eigene Gehäuse (54.). Die Mannschaft drückte die Gäste in die eigene Hälfte, fand aber kaum ein Durchkommen gegen das Abwehr-Bollwerk. Nach Ballgewinnen versuchte der VfV selbst Nadelstiche durch schnelle Umschaltaktionen zu setzen. Marcel Engelhardt war aber zweimal zur Stelle und entschärfte die Angriffe sicher (73./ 85.). In der Schlussphase wurde es dann nochmals turbulent. Zunächst wurde Schönfeld von Canbaz in Szene gesetzt, dessen Abschluss jedoch zu unplatziert war (87.). In der Nachspielzeit wurde Popovic dann im Strafraum robust von den Beinen geholt. Der Unparteiische zögerte nicht und gab sofort Elfmeter. Der junge Canbaz übernahm die Verantwortung und zeigte keine Nerven. Er vollstreckte zum 2:1-Endstand (90.+4), anschließend war Schluss.

"Für uns toll, für Hildesheim bitter"

"Hildesheim hat das in Unterzahl ganz gut gemacht. Am Ende haben wir uns aber doch belohnt, da wir alles reingehauen haben und deutlich besser waren. Ich denke, dass es verdient ist", sagte Außenverteidiger Flip Rettig nach dem Spiel.

"Ich glaube, dass eine Überzahl gar nicht so viel ausmacht. Es ist uns heute mal wieder schwer gefallen, uns geduldig durchzuspielen, gewisse Laufwege abzuarbeiten und den Ball schnell zu machen. Das begründe ich mit unserer Jugendlichkeit. Die Jungs wollen, das hat man gesehen. Sie laufen, kämpfen und machen und geben keinen Meter Preis. Es ist das Stück Erfahrung, was uns noch fehlt. Ich hoffe, dass wir diese sammeln und bereits das nächste Mal besser machen. Dass der Elfmeter in der letzten Minute fällt ist für uns toll, für Hildesheim ist es bitter", erklärte Coach Bürger im Anschluss.

Eintracht
Engelhardt - Mema, Henschel, Kolgeci, Rettig - Lukowicz, Schönfeld (63. Stettin), Dogan, Canbaz - Adetula, Popovic

Tore
0:1 Ante Blazevic (22.)
1:1 Ahmet Canbaz (36.)
2:1 Ahmet Canbaz (Foulelfmeter, 90.+4)

Besondere Vorkommnisse
Yusuf Kilic sieht Gelb-Rot nach wiederholtem Foulspiel (35.)

Zuschauer
327

Foto: eintracht.com