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Zebras noch auf der Suche nach Effizienz

Mittwoch 11.10.2017

Zebras noch auf der Suche nach Effizienz

Der MSV Duisburg im Fokus

Wer den MSV Duisburg beschreiben möchte, muss sich dafür eigentlich nur der Statistik von der Auswärtsniederlage bei Fortuna Düsseldorf bedienen: mehr Ballbesitz, mehr Torchancen, großer Kampf und spielerisch dem Tabellenführer mehr als nur Paroli geboten. Dennoch ging es ohne Punkte in Richtung Heimat. Die Chancenverwertung und die anfällige Defensive sind aktuell die Kernprobleme des MSV.

Die Schauinsland-Reisen-Arena ist für die Profis der Duisburger bislang kein gutes Pflaster. Der Aufsteiger wartet bei einem Unentschieden und drei Niederlagen noch auf den ersten Heimsieg in dieser Saison. Darunter war unter anderem auch die 1:6-Klatsche gegen den Club aus Nürnberg. Das Ergebnis ist eindeutig, das Spiel war es eigentlich nicht. Die Meidericher schossen 25 Mal auf das gegnerische Tor, doch nur einmal zappelte der Ball auch tatsächlich im Netz. Das gleiche Schauspiel ließ sich beim Gastauftritt in Düsseldorf erkennen, dort visierte die Offensivabteilung das Fortunen-Tor sage und schreibe 29 Mal an, schlussendlich stand nach dem Abpfiff aber ein 1:3 auf dem Papier.

Stoppelkamp treffsicher

Dies sind nicht die einzigen Spiele in dieser Saison, in der der MSV ein klares Chancenplus verzeichnen konnte, allerdings fehlt der Ertrag. Neuzugang Moritz Stoppelkamp ist mit fünf erzielten Toren aktuell treffsicherster Mann, gefolgt von Boris Tashchy  (4). Dahinter gibt es keinen verlässlichen Torjäger, auch der ehemalige Eintracht-Stürmer Kingsley Onuegbu kann diese Rolle bislang nicht ausfüllen. Der bullige Angreifer, in der Aufstiegssaison elf Mal erfolgreich, traf bislang einmal. Vorne fehlt die Kaltschnäuzigkeit, und in der Defensive zeigen sich die Zebras anfällig. 19 Mal musste Keeper Mark Flekken bislang hinter sich greifen, Ligahöchstwert. Kein Wunder also, dass Trainer Ilia Gruev die Länderspielpause nutzen will, um am Defensivverhalten zu arbeiten.

Ziel Klassenerhalt

Als Aufsteiger wollen sich die Meidericher im Unterhaus halten. Dieses Ziel wäre - stand jetzt - erreicht. Dank des besseren Torverhältnisses gegenüber dem 1. FC Heidenheim belegt die Mannschaft aktuell Platz 15. Die Verantwortlichen vertrauten im Sommer ihren Aufstiegshelden, nennenswerte Abgänge gab es nicht. Mit Stoppelkamp, Tashchy oder auch mit einem Lukas Fröde wurde Qualität hinzugewonnen. Daniel Davari sollte den Löwen-Fans noch bestens bekannt sein, er ist die neue Nummer Zwei beim MSV.

Foto: Getty Images