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"Die Tabellensituation spielt keine Rolle"

Samstag 27.07.2019

"Die Tabellensituation spielt keine Rolle"

Nachspielzeit zum Sieg gegen 1860

Das erste Heimspiel der Saison 2019/2020 ist gewonnen! Martin Kobylanski traf zu seinem Saisontor Nummer vier und Benjamin Kessel köpfte zum 2:1-Siegtreffer gegen den TSV 1860 München in die Maschen. Die Stimmen zum Spiel. 

Martin Kobylanski

"In der Halbzeit konnten wir viele Sachen neu organisieren und haben viele Sachen angesprochen. In der zweiten Halbzeit haben wir das, mit den Fans im Rücken, schon richtig gut gemacht. Beim Tor wusste ich eigentlich, dass Manu in die Mitte zieht und den Abschluss sucht und ich wusste, dass ich mich nicht zum Doppelpass bewegen kann. Wenn Manu perfekt in die Ecke schießt, kann der Torwart auch nur abfälschen kann. Darauf habe ich spekuliert.Ich freue mich, dass es gerade so läuft, wie es läuft. Hier im Stadion zu spielen, war genauso, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich wusste, dass es eine riesengroße Kulisse sein wird, dass die Fans uns anpeitschen und helfen werden, Tore und Vorlagen zu schießen. Ganz großen Respekt, es ist schon etwas anderes, vor 20.000 zu spielen als vor Drei- oder Fünftausend. Jetzt ist es sehr schön, ganz oben zu stehen und da wollen wir in den nächsten Tagen dran anknüpfen. Ich bin da guter Dinge."

Benjamin Kessel

"Wir haben uns in der ersten Halbzeit extrem schwer getan. Natürlich kam auch noch die Hitze dazu. Wir kamen immer ein Stück weit zu spät, haben nicht richtig in die Zweikämpfe gefunden und 60 hat richtig gut gespielt. Die sind durch einen Standard in Führung gegangen. Dann wurde es natürlich schwer. Aber wir haben uns dann zurückgekämpft mit der Umstellung auf ein 5-3-2, haben besser Zugriff bekommen gegen Ende der ersten Halbzeit und haben gottseidank auch den Ausgleich noch vor der Halbzeitpause gemacht. Dann hat uns der Platzverweis bei den Temperaturen heute natürlich auch geholfen. Wir haben den gut laufen lassen, das 2:1 gemacht und dann hintenraus nichts mehr zugelassen. Es zeigt, dass wir als Mannschaft gefestigt sind, dass wir auch Phasen überstehen, in denen wir überhaupt nicht im Spiel sind. Ich glaube, da haben wir uns auf jeden Fall weiterentwickelt, dass wir uns dann nicht aus der Bahn werfen lassen." 

Orhan Ademi

"Es war ein hitziges Spiel. Aber das gehört dazu. Für uns war es gut, dass sie die Gelb-Rote bekommen haben und wir wussten, dass wir jetzt einfach den Ball gut laufen lassen müssen und dass wir die ein oder andere Chance noch erhalten werden. Aber es war ein verdienter Sieg. Die Hitze hat da auch ein bisschen mitgespielt. Das wussten wir auch vorher. Davor die Woche war es auch schon sehr heiß. Wir wussten, dass wir von Anfang an über den Kampf kommen müssen und ich glaube, das haben wir gezeigt und verdient gewonnen." 

Christian Flüthmann

"In der ersten Halbzeit hatten wir tatsächlich Probleme, 1860 hat uns da ein bisschen überrollt. Sie haben genau die Räume bespielt, die wir freigegeben haben, da waren wir zu nervös und zu agierend nach vorne. Wir wollten eigentlich abwartend spielen und 1860 hat das ausgenutzt. Wir sind durch eine Standardsituation nach fünf Minuten in den Rückstand geraten, das wirft vom Kopf her natürlich erstmal alles über den Haufen. Nach unserer Systemumstellung haben wir uns gefangen und konnten sicherer stehen. Wir machen mit der ersten Chance den Ausgleich, das hat uns kurz vor der Halbzeit das Momentum gebracht. In der zweiten Halbzeit standen wir sicherer, obwohl uns 1860 weiter beschäftigt hat. Wir haben nichts zugelassen und durch eine Standardsituation das 2:1 gemacht. Die Tabellensituation spielt für uns keine Rolle."

Daniel Bierofka

"In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt, sind ballsicher gewesen und haben gute Momente nach vorne gehabt. Dann haben wir durch einen Standard das Führungstor gemacht und es danach verpasst, die ein oder andere Chance auszunutzen, die wir noch hatten. Wir kassieren mit dem ersten Schuss auf unser Tor das 1:1, natürlich zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Wir haben uns für die zweite Halbzeit viel vorgenommen und dann passiert sowas. Mit dem zweiten Foul bekommen wir Gelb-Rot, was meiner Meinung nach kein gelbwürdiges Foul ist. Ich denke, man braucht da ein bisschen Fingerspitzengefühl. Wobei ich heute auch keine klare Linier erkannt habe beim Herrn Schiedsrichter. Für Allerwelt-Fouls gibt es gelbe Karten, für eine Grätsche von hinten an der Mittellinie gibts dann nichts. Das ist nicht auf meine Mannschaft bezogen, sondern allgemein fürs Spiel. Es war jetzt nicht so extrem, dass man da so viele Gelbe Karten verteilen hätte müssen. Einerseits bin ich schon zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, andererseits hätte man es vom Ergebnis vielleicht anders gestalten können." 

Foto: Agentur Hübner