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„Viel Arbeit in die Entwicklung stecken“

Donnerstag 10.01.2019

„Viel Arbeit in die Entwicklung stecken“

U23-Coach Deniz Dogan im Interview

Am Montag startet die U23 von Trainer Deniz Dogan mit der Vorbereitung auf die Restrunde der Oberliga Niedersachsen. Mit 28 Zählern stehen die Nachwuchslöwen auf dem dritten Tabellenplatz und haben noch ein Nachholspiel gegenüber der Konkurrenz zu absolvieren. Wir sprachen mit Dogan über die abgelaufene Hinrunde und die Entwicklung seiner Mannschaft.

Dogi, wie hast du die Feiertage verbracht?

Deniz Dogan: „Ich war etwa eine Woche bei der Familie in Lübeck bis kurz vor Silvester. Das machen wir jedes Jahr so, dass wir die Tage zusammen verbringen.“

Aktuell befindet sich deine Mannschaft noch im Winterurlaub. Wie zufrieden bist du mit der Hinrunde?

Dogan: „Unterm Strich bin ich sehr zufrieden, nicht nur mit den Ergebnissen, sondern besonders mit der Art und Weise, wie wir Fußball spielen. Auch wie die Jungs sich im Einzelnen entwickelt haben imponiert mir. Zu Beginn haben wir in den ersten vier Spielen nicht die Punkteausbeute erzielen können, die wir uns gewünscht hätten, das ist aber bei einem komplett neuen Team nicht ungewöhnlich. Dennoch waren auch dort die Leitungen okay, es fehlte an der Feinabstimmung. Anschließend haben wir eine sehr gute Runde gespielt und waren auch stets die bessere Mannschaft auf dem Platz.“

Ein paar Punkte habt ihr liegen gelassen. Was würdest du sagen, woran das rückblickend gelegen hat? War es eure Jugendlichkeit?

Dogan: „Die Jungs haben immer ein gutes Spiel abgeliefert. Ein gutes Offensiv-Spiel ist die eine Sache, das Defensiv-Spiel die andere. Da gehört es dazu, dass man als Team immer schnell hinter den Ball kommt, das eigene Tor verteidigt und sich taktisch klug verhält. Das hat zu Beginn noch nicht so gut funktioniert. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die sich oftmals noch sehr naiv angestellt hat, wenn der Gegner den Ball hatte. Zum Ende hin war das aber wesentlich besser.“

Gibt es ein Spiel, auf das du besonders stolz bist?

Dogan: „Ja, das war unser Auswärtsspiel beim Heeslinger SC, der zu dem Zeitpunkt die beste Heimmannschaft war. Wir lagen zur Halbzeit mit 0:1 hinten und spielten nach einem Platzverweis mit einem Mann weniger. Wie die Jungs nach der Pause gespielt haben und die Partie angenommen haben, das hat mich sehr beeindruckt. Sie haben nie aufgehört dran zu glauben, dort etwas mitzunehmen, auch nachdem Heeslingen in der 90. Minute das 3:2 erzielte. Jeder ist für den anderen gelaufen und am Ende haben wir in der Nachspielzeit das 3:3 gemacht. Das Ergebnis war für mich nicht ausschlaggebend, es war einfach diese Art und Weise, wie die Jungs da füreinander aufgetreten sind.“

Gibt es ansonsten etwas, was dir besonders positiv aufgefallen ist?

Dogan: „Wenn ich sehe, wie verspielt die Jungs zu Saisonbeginn noch waren und sich über die Hinrunde hinweg zu einer Einheit gefunden haben, fällt das positiv auf. Jeder kann auf seinen Mitspieler vertrauen und jeder weiß, welche Aufgabe er auszuführen hat. Auch die Jungs, die nicht so häufig zum Einsatz kamen, haben, wenn sie eine Chance bekamen, immer Gas gegeben. Das zeigt auch, dass wir von den Charakteren eine gute Truppe zusammen haben. Die Jungs sind absolut bereit, dazuzulernen. Das macht richtig Spaß, mit ihnen zu arbeiten.“

Gibt es Spieler, die dir dabei besonders positiv aufgefallen sind?

Dogan: „Eigentlich haben alle Jungs einen enormen Schritt nach vorne gemacht und sind im Herrenbereich angekommen. Sie spielen nicht mehr so jugendlich und haben alle eine gute Entwicklung gemacht. Besonders positiv zu erwähnen ist da vielleicht Meik Erdmann, der sich über seinen absoluten Willen und seine Eigenschaften von Woche zu Woche gesteigert hat und sich einen Platz in der Mannschaft erkämpft hat. Jan-Lukas Funke ist ein weiteres Beispiel, mit dem es nicht immer einfach war, der zu Beginn sehr  verspielt war, aber mittlerweile eine gute Souveränität auf dem Platz hat. Ich denke, dass er das auch selber so sieht und sowas freut mich dann. Alle anderen haben sich aber ebenso positiv entwickelt.“

Was denkst du, ist für euch zum Ende der Spielzeit noch drin?

Dogan: „Wir haben bewusst keine Ziele rausgegeben, da mir die Entwicklung wichtiger ist, als Ergebnisziele. Die Resultate stellen sich automatisch ein, wenn man sich positiv entwickelt. Dennoch ist es eine Bestätigung, wenn man auf die Tabelle blickt. Wir sind aktuell Dritter und haben ein Spiel weniger als die Konkurrenz. Wir sind also auf Tuchfühlung. Wir wollen natürlich das Maximum, dazu gehört, dass wir die beiden vor uns überholen. Dafür müssen wir viel Arbeit in die Entwicklung stecken.“